Hebräisch · Griechisch · Arabisch · Lateinisch – traditionelle und moderne Zählweisen
Gematria ordnet jedem Buchstaben einen Zahlenwert zu, sodass Wörter und Sätze einen errechenbaren Wert bekommen. Die Praxis stammt aus der jüdischen Tradition und wurde genutzt, um Bezüge zwischen Begriffen sichtbar zu machen, die im bloßen Wortlaut nicht offensichtlich sind. Vergleichbare Systeme gibt es im Griechischen (Isopsephie) und im Arabischen (Abdschad).
Wichtig vorweg: Es existiert keine einzelne, allein gültige Zählweise. Es gibt etablierte Konventionen, und welche „richtig“ ist, hängt vom Schriftsystem und vom Zweck ab. Dieser Rechner trennt deshalb sauber nach Schriftsystem, statt alles in einen Topf zu werfen.
Diese arbeiten auf den hebräischen Buchstaben selbst, nicht auf lateinischen Ersatzbuchstaben.
Das Wort חי („Leben“) = Chet (8) + Jod (10) = 18. Daher gilt 18 als Glückszahl.
Der Milui hängt davon ab, wie man die Buchstabennamen schreibt. He, Waw und Jod lassen sich mehrfach buchstabieren, wodurch sich der Wert ändert.
Griechische Wörter werden über die Isopsephie berechnet (Alpha 1 bis Omega 800, plus die alten Zeichen Stigma 6, Koppa 90 und Sampi 900). Arabische Wörter über das Abdschad in klassischer Maschriqi-Reihenfolge (Alif 1 bis Ghain 1000).
Für lateinische Eingaben gibt es mehrere gebräuchliche, aber moderne Verfahren ohne antike Grundlage:
Gematria findet Anwendung in Spiritualität und Mystik (verborgene Bezüge in Texten), in der Numerologie, historisch in der Verschlüsselung sowie beim Vergleich von Wörtern mit gleichem Zahlenwert, die als sinnverwandt gedeutet werden.